Digitale Assistenzdienste, die Methoden der künstlichen Intelligenz nutzen, um Anwendern in einer bestimmten Situation zu helfen, werden von Experten als die nächste Generation von digitalen Wissenstechnologien gesehen (Bersin, Wahlster, u.a.). Fokus vieler Entwicklungen liegen auf neuen Such- und Hilfetechniken, Nutzung von Sprachsteuerung u.a.

Ziel des Projektes ASSIST ist die Entwicklung eines KI-basierten Assistenzdienstes als personalisierter Informations- und Wissensdienst. Statt Inhalte aktiv im Web zu suchen, oder statt einer Teilnahme an einem (Online-)Kurs, bei dem ein Wissensinhalt strukturiert vermittelt wird, soll Wissen, das ein Nutzer in seinem beruflichen Umfeld neu benötigt, von einem „intelligenten, personalisierten Assistenten“ gezielt gesucht, klassifiziert, empfohlen und bereitgestellt werden. Ziel ist es, das Wissen und die Kompetenz des Nutzers zu einem bestimmten Themengebiet aufzubauen und aktuell zu halten – adaptiv, kontinuierlich, fachspezifisch und gleichzeitig auch nachhaltig. Die technologische Basis von ASSIST bildet hierbei sowohl ein semantisches Suchsystem als auch ein sogenanntes „Recommender“-System. Dieser semantische Such- und Empfehlungsdienst soll zur Bewältigung der Informationsflut beitragen, indem er dem Benutzer aus der Menge an Informations- und Lernobjekten nur diejenigen empfiehlt, die für ihn aufgrund seines Vorwissens, Lernziels, seiner Präferenzen bezüglich der Medienwahl, also entsprechend seines kurzfristigen und langfristigen Wissensbedarfs, relevant sind. Der Fokus bei der Wahl der intelligenten Algorithmen liegt auf einem hohen Grad der Automatisierung, einer schnell erzielbaren Personalisierung, bei einer gleichzeitig hohen Validität/Relevanz und Treffsicherheit der gegebenen Empfehlungen.

ASSIST ist ein Kooperationsprojekt mit der Universität des Saarlandes und wird nach Saarländischer Rahmenrichtlinie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.